John HOLLENBECK (US)

John Hollenbeck spielt Schlagzeug

John Hollenbeck (geb. 1968) studierte Schlagzeug und Jazzkomposition an der Eastman School of Music. Er machte sich, nachdem er in den 1990er Jahren nach New York City gezogen war, einen Namen als vielseitiger Schlagzeuger, der mit Bigbands wie Bob Brookmeyers New Art Orchestra, dem Village Vanguard Orchestra, der Jazz Big Band Graz und der WDR Bigband ebenso auftrat wie mit den Modern-Jazz-Musikern Fred Hersch, Kenny Wheeler, und Tony Malaby. Er ist in Neue Musik-Kreisen sowohl bekannt für seine langjährige Zusammenarbeit mit Meredith Monk als auch für seine Auftragsarbeiten für Bang on a Can All-Stars, Ethos Percussion Group und dem Ensemble Cairn aus Frankreich. Als Komponist und Schlagzeuger hat Hollenbeck weit verbreitete Anerkennung als treibende Kraft hinter dem unklassifizierbaren Claudia Quintet und dem John Hollenbeck Large Ensemble gewonnen, Gruppen mit Wurzeln im Jazz, in der Weltmusik und in zeitgenössischer Zusammensetzung. Hollenbeck hat vier Grammy-Nominierungen: für seine Large Ensemble Alben „A Blessing“ (Omnitone, 2005) und „Eternal Interlude“ (Sunnyside Records 2009), für seine Komposition "Falling Men", die mit dem Orchestre National de Jazz in Auftrag gegeben wurde und von der Chamber Music America – Französisch-amerikanische Jazz Exchange (2010) finanziert wurde, und für sein Arrangement von Jimmy Webbs "The Moon’s a Harsh Mistress", das von der BigBand des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main (2013) in Auftrag gegeben wurde. Hollenbeck erhielt mehrere Stipendien und Kompositionsaufträge, darunter den „National Endowment Grant“ (1994) und den „Meet the Composer's Grant“ (1995 und 2001). 1998 wurde seine Komposition „The Shape of Spirit“ für Bläserensemble beim Label Mons aufgeführt. Im Folgejahr komponierte er für Bob Brookmeyer „Processional and Desiderata“. „The Cloud of Unknowing“, eine Auftragskomposition für den Bamberger Chor, wurde 2001 beim Label Edel Classics aufgenommen. Für den Windsbacher Knabenchor komponierte er „Demütig bitten“. John Hollenbecks bemerkenswerteste Auszeichnungen sind ein Guggenheim-Stipendium (2007), ein „ASCAP Vanguard Jazz Award“ (2010), und der „Doris Duke Performing Artist Award“ (2012). Hollenbeck war Professor für Schlagzeug, Perkussion und Ensemble am Jazzinstitut Berlin von 2005 - 2016 und hat als Gastprofessor an The Royal Academy of Music in London als auch an „The New School“ in New York City gelehrt. Seit 2015 ist er Teil der Fakultät der McGill University Schulich School Of Music.